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Folter

Die Folter wurde als “Beweis aller Beweise (probatio probatissimi)” (18) angesehen und unter dem Begriff Peinliche Befragung angewendet. Durch mehrfache Folterung konnte man immer die “gewünschten Geständnisse erlangen, vor allem Mitschuldige erfahren, so dass jeder Hexenprozess mehrere neue Prozesse nach sich zog”(19).
Bei solchen Folterungen wurden den Angeklagten ”alle Haare rasiert, damit das Hexenzeichen zu Vorschein käme”(
20). Daneben galt “bleiche Gesichtsfarbe als Zeichen der Ketzer, wilder Blick als Zeichen der Zauberer”(21).
Vor der eigentlichen Folter wurden noch Hexenproben durchgeführt. Hierzu gehörten Wasser- und Feuerprobe, Probe mit der Waage (Unschuldige mussten schwerer sein als geschätzt), Nadelprobe durch Einstechen in das Hexenmal sowie Tränenprobe (Mangel an Tränen).
Herkömmliche Folterarten waren das “Zerdehnen und Ausrenken der Gliedmaßen durch den Aufzug an der Chorda, durch Spannen des Leibes vermittelst der Haspel, oder durch Anhängen von Gewichtssteinen bei über dem Rücken zusammengebundenen Händen, oft begleitet von Rutenschlag auf den nackten Leib”(
22). Andere Folter waren “das Einspannen in den Daumenstock, in die Beinschrauben oder “spanischer Stiefel”, wobei so lange zugedreht wurde, bis Blut floss oder bis die Schraube auf zerbrochenen oder zermalmten Knochen aufstand”(23). Beliebt war auch “das Anlegen peinlicher Kleidungsstücke. z.B. der pommerschen Mütze”, welche den Kopf zusammenpresste, des Halskragens, des Leibgürtels, eines mit Eisenstacheln besetzten Korsett, in welches die Hüfte der Angeklagten hineingezwängt wurde.(24). Gerne wurden zusätzlich “zur Verschärfung der Tortour..... unter den Achselhöhlen, oder auch am ganzen Körper.... Fackeln angebrannt oder es wurden stechende Insekten an den bloßen Leib gesetzt, oder eine mäuseeinschließende Schüssel auf den nackten Bauch gebunden”(25). Die geständigen Hexen sind stets zum Feuertod verurteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden. Das Pulver verbrannter Hexen wurde als Heilmittel verwendet. Wie für Ketzer hatte man auch für Hexen besondere Türme, in denen sie verwahrt und untersucht wurden.

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    Copyright 2000 by Michael Maus   und anderen. Texte mit freundlicher Unterstützung durch Britta Strohfeld. Alle Rechte vorbehalten.
                                                                           Letzte Änderung: Sonntag, 12. November 2000